Zwischen Wardenburg und Huntlosen. Ich komme mit dem Rad den Grenzweg herunter. Hier der Kreuzungsbereich mit der Sannumer Straße. Das Auto kommt aus Huntlosen. Es fährt Richtung Westerburg. Ich muss die Vorfahrtsstraße überqueren, um den Radweg zu erreichen. Bis zu meiner Höhe brauchen die meisten Fahrzeuge aus der gezeigten Position heraus (geschätzt) knapp vier Sekunden bis zu meiner Höhe.
Ich taste mich näher an die Straße heran. 
Und noch näher (das wäre etwa der Blick eines PKW-Fahrers mit einer Limousine mit Kühlerhaube)
Unten stehe ich direkt an der Randlinie der Sannumer Straße. Von dem Moment, in dem ich ein herannahendes Fahrzeug entdecken kann bis zu mir brauchen die meisten Autos etwa vier Sekunden. Manche sind deutlich schneller. Um selbst die Straße zu überqueren brauche ich ebenfalls vier Sekunden.
Ich muss warten, bis ich von keiner Seite ein Fahrzeug höre. Dann heißt es, in die Pedale treten. Richtig gut ist mein Gehör nicht mehr. Die Überquerung der Sannumer Straße ist hier wirklich unangenehm.
Hinten das weiße Fahrzeug befindet sich in Höhe der Einmündung vom Grenzweg. Ich konnte von dort maximal die drei entferntesten roten Pfeile sehen. Ein Fahrzeug durchfuhr die Strecke vom vordersten roten Pfeil im Bild bis zur Kreuzung in drei Sekunden. Ich denke: Ein Unfall ist – Wachsamkeit und gute Reaktion des Fahrers auf der Vorfahrtstraße vorausgesetzt – selbst bei leicht überhöhter Geschwindigkeit vermeidbar. Aber es ist ein Gefahrenpunkt und es ist unangenehm für den Einbieger.
Ich erfuhr, bei der Gemeinde Wardenburg seien in dieser Sache bereits über Tage hinweg mehrere Anrufe eingegangen mit der Bitte, auf den betreffenden Bauern einzuwirken. Er solle einen Streifen Mais umgehend ernten, um den Blick frei zu machen. Passiert ist – man sieht es – nichts. Meine Vorbehalte gegen die Vermaisung der Landschaft und per Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) politisch falsch gesetzte Anreize wachsen. Aber es zwingt auch niemand den einzelnen Bauern, jeden verlockenden Euro mitzunehmen.




Guten Tag, Herr Klemp,
so etwas finde ich bei meinen Radtouren alle fünf Kilometer, meine Frau hat immer Angst, wenn ich unterwegs bin. Doch für Ihren Blog könnte beim Thema Mais durchaus mehr drin sein. Mich würde mal der ökologische Fußabdruck des Bauerngases interessieren. Da gibt es den Wolfgang Schröder, der mit seiner Firma infu@com.de ökologische Fußabdrücke für Produkte und Unternehmen weltweit untersucht. Den frage ich mal.
Oder haben Sie dazu Daten?
Danke und genießen Sie die Herbsttage Paul Schwedtke
Guten Tag Herr Schwedtke,
herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Sie fragen nach Daten zum “ökologischen Fußabdruck des Bauerngases”. Spontan fällt mir die Pressemitteilung des NABU Schleswig-Holstein ein, der die Biogasgewinnung in der derzeit im nördlichsten Bundesland herrschenden Praxis schlicht als umweltschädlich einstuft. Die Pressemitteilung des NABU finden Sie auf neue-landsicht auf “HOME”, gleich zu Beginn der September-Blogs . Beachten Sie bitte am Ende der PM den Link auf das ausführliche Hintergrundpapier des NABU.
Mit freundlichen Grüßen und allzeit gute Fahrt
Herwig Klemp