Selbstversorgung bzw. Minderung der Lebenshaltungskosten

 

Dem Bericht Projekt Erntezeit ist zu entnehmen, eine mit etwa 25 Gemüsesorten bestellte Fläche von 2×25 m ergebe eine Ernte (Bioware) im Wert von etwa 320,- Euro. (Nicht vergessen, hiervon Gartenkosten, Saat- und Pflanzgut abzuziehen)

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Laut stern 48/11, Seite 84 stammen die folgenden Angaben von Holger Mittelstraß vom Institut für ökologische Agrarwissenschaften der Uni Kassel:

  1. Wer sich und seine Familie saisonal mit frischem Gemüse versorgen möchte, braucht dafür ein Gemüsebeet von 80 Quadratmeter Fläche
  2. Will man seine Lebensmittel für das gesamte Jahr selbst erzeugen, braucht man pro Erwachsenem 400 qm. Enthalten sind Gemüse, Kartoffeln, Brotgetreide, vielleicht Kleinvieh.
  3. Für vollkommene Autarkie (incl. Brennmaterial, Kleidung – evtl. auch für Tauschprodukte?) soll man 3000 bis 5000 qm pro Person benötigen.

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Grob geschätzt müsste man im Raum Oldenburg / Oldenburg für  eine Kleingartenparzelle von 400 qm pro Jahr unter 200,- Euro zahlen. Nehmen wir an, 100 qm davon würde man als Gemüseland nutzen, rechnet Anschaffungen von Gartengeräten nicht ein oder hat sie schon, kauft keinen Dünger und zieht das Gemüse aus eigenem Saatgut, dann könnte man nach Abzug der Pachtkosten vielleicht 300 bis 400 Euro an Lebensmittelkosten pro Jahr sparen und hätte einen Garten als Freizeitstätte kostenlos. – Ich fürchte, das ist sehr unrealistisch. Es gehen Scheiben kaputt, Zäune und Tore müssen repariert und gestrichen werden, man kauft doch einmal einige Pflanzen etc.

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Hat man ohnehin ein Haus mit Garten gemietet oder bewohnt sein Eigentum, könnte man vielleicht 600,- Euro im Jahr durch Gemüseanbau sparen.  Das hängt natürlich auch davon ab, wieviel Gemüse man selbst benötigt. Überschüsse könnte man allerdings verschenken – oder als Tauschmittel nutzen: Der Nachbar mit Auto bringt mir ab und zu eine Kiste Getränke mit und ich gebe ihm im Ausgleich eine Mahlzeit Kartoffeln und Möhren. Oder ich koche für ihn und seine Familie eine Portion Broccolisuppe mit.

 

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