Fortsetzung: Wilhelm Koop aus Hundsmühlen „investiert“ in Natur

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Ziel des Auslichtens war die Herstellung einer Struktur aus höheren Bäumen, Unterholz und Krautschicht. Geachtet wurde dabei auf die Baum- und Straucharten wie auch den Lichteinfall. Warme und helle Plätze am Boden sollen sich abwechseln mit Halbschatten und mit stärker beschatteten Partien.

Starkholz wurde abgefahren, Zweige gingen in den Schredder.

Wenn ich künftig hier entlangradel, dann werde ich immer etwas zu gucken haben. Das Spiel von Witterung und Licht, die Entwicklung der Krautschicht…

 

Direkt hinter der im folgenden Bild angeschnittenen Straßenkurve liegt der “Vogelbusch”. Das kleine, strukturreiche und naturnahe Waldstück stand bis vor wenigen Jahren im Besitz der Landesforsten. Die bemühen sich, solche kleinen, unwirtschaftlichen Waldstücke abzustoßen. Ein Problem dabei ist: Je natürlicher der Wald desto mehr Naturschutz-Auflagen liegen darauf, desto schwerer ist es, wirtschaftlichen Nutzen daraus zu ziehen. Die Forstverwaltung tut sich oft schwer, einen Käufer zu finden.

Schließlich fand sich der Hundsmühler Wilhelm Koop und kaufte den Vogelbusch. Sein Wunsch war, dieses wertvolle Waldstück in seinem Charakter zu bewahren und entsprechend zu pflegen.

Das hier vorgestellte Grundstück wurde einst als recht großes Gartengelände genutzt. In seinem hinteren Teil stehen noch etliche alte Obstbäume. Die letzten Besitzer sahen sich jedoch nicht in der Lage, die Fläche zu pflegen. So wucherte sie zu – ein Stück Land, noch lange nicht Wald, aber auch nicht (Obst-) Garten, nicht Wiese. Unter Umweltgesichtspunkten sicher besser als viele denkbare Nutzungsformen. In seiner jetzt von Familie Koop angestrebten Struktur aber bietet es wesentlich mehr Pflanzen- und Tierarten Lebensraum als zuvor. Zudem ist es – Stichwort Vielfalt – eine hervorragende Ergänzung zum Vogelbusch und auch zu dem angrenzenden, ökologisch wertvollen Wiesenzug durch die Wohngebiete von Tungeln südwärts Richtung Lethetal.

Als das Grundstück zum Verkauf stand haben Wilhelm Koop und seine Familie deshalb noch einmal in die Tasche gegriffen.

Am Graben entlang läuft ein alter Wirtschaftsweg. Rechts die vorgestellte Fläche.

 

 

 

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