Die schlaflose Gesellschaft

PRESSEMITTEILUNG der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vom 20.09.2010

10. Hauptstadtsymposium der DGPPN: Die schlaflose Gesellschaft
Dr. Thomas Nesseler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Moderne Industriegesellschaften, bestrebt sowohl die Arbeitswelt als auch das private Leben möglichst effizient und effektiv zu gestalten, fordern ständige Aktivität und Leistungsbereitschaft. Allein in den letzten 20 Jahren hat dies zu einer Verkürzung der durchschnittlichen Schlafdauer um eine Stunde pro Tag geführt. Macht uns also der Versuch auf Kosten des Schlafes möglichst immer und überall leistungsfähig zu sein am Ende psychisch und körperlich krank und leistungsunfähig? Diskutieren Sie am 5. Oktober 2010 in Berlin mit uns die gesundheitlichen Folgen der gesellschaftlich bedingten Veränderungen im Schlaf-Wach-Verhalten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie sehr herzlich zum 10. DGPPN-Hauptstadtsymposium “Die schlaflose Gesellschaft. Kritische Betrachtung einer Hypothese” einladen, das am Dienstag, den 5. Oktober 2010, von 13 bis 17 Uhr in Berlin stattfindet.

Moderne Industriegesellschaften, bestrebt sowohl die Arbeitswelt als auch das private Leben möglichst effizient und effektiv zu gestalten, fordern ständige Aktivität und Leistungsbereitschaft. Allein in den letzten 20 Jahren hat dies zu einer Verkürzung der durchschnittlichen Schlafdauer um eine Stunde pro Tag geführt. Gleichzeitig hat die deutliche Zunahme der Schichtarbeit, aber auch die zeitlich unbegrenzte Verfügbarkeit von Freizeitangeboten dazu geführt, dass viele Menschen heute zu unterschiedlichsten Tageszeiten wachen und schlafen. Darunter leidet die Qualität des Schlafes, die auch von der „Inneren Uhr abhängt“, deutlich. Schlaf scheint also immer mehr zu einem disponiblen Gut, zu einer lästigen Pflicht zu werden, die vielleicht irgendwann nicht mehr ein Drittel unseres Lebens raubt, sondern ganz überwindbar erscheint. Andererseits zeigen wissenschaftliche Studien der letzten Jahre ganz eindeutig wie wichtig ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf für unsere psychische und körperliche Gesundheit sind. Ein- und Durchschlafstörungen sind zum Beispiel ursächlich beteiligt an der Entstehung psychischer Erkrankungen, vor allem Depressionen, und es zeigt sich zunehmend, dass Schlafstörungen ganz erheblich die Funktion des Gedächtnisses beein-trächtigen. Darüber hinaus leistet unzureichender Schlaf wahrscheinlich der Entstehung von Übergewicht und Zuckerkrankheit Vorschub, die zu den ganz wesentlichen Ursachen von Herzinfarkten und Schlaganfällen gehören. Macht uns also der Versuch auf Kosten des Schlafes möglichst immer und überall leistungsfähig zu sein am Ende psychisch und körperlich krank und leistungsunfähig?

Diskutieren Sie mit uns die gesundheitlichen Folgen der gesellschaftlich bedingten Veränderungen im Schlaf-Wach-Verhalten. Die Landesärztekammer Berlin hat diese Veranstaltung mit 4 CME-Punkten zertifiziert. Bitte vergessen Sie daher Ihre Barcodes nicht. Ihre Online-Anmeldung erwarten wir gerne bis spätestens Donnerstag, den 30. September 2010, unter http://www.dgppn.de/veranstaltungen/hauptstadtsymposium/schlaf.html.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Bereits heute danken wir Ihnen sehr für Ihr Interesse und Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Professor Dr. Dr. Frank Schneider(Präsident der DGPPN)und Dr. Thomas Nesseler (Hauptgeschäftsführer)

Zum Download des Programms: http://www.dgppn.de/fileadmin/user_upload/_medien/download/pdf/veranstaltungskal… [25 KB; PDF]

Zum Download der Einladung:
http://www.dgppn.de/fileadmin/user_upload/_medien/download/pdf/veranstaltungskal… [40 KB; PDF]
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news387166
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Medizin, Psychologie
überregional

 

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