AbL: Kampagne gegen Aigners Tierfabriken-Schutz mit überwältigendem Start

Mit freundlichen Grüßen
Eckehard Niemann
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft – AbL
29553 Varendorf
0151-11201634

Pressemitteilung AbL vom 07.02.2012

Kampagne gegen Aigners Tierfabriken-Schutz 
Von einem „überwältigendem Erfolg“ der gestern angelaufenen Kampagne „Frau Aigner, Baurecht ändern – Megaställe stoppen!“ berichtet die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Bereits innerhalb der ersten 24 Stunden einer E-Mail-Aktion der Organisation „campact“ hätten 35.000 Menschen die Bundesagrarministerin Aigner aufgefordert, den Gesetzes-Entwurf ihres Parteikollegen Ramsauer zur Eindämmung des Tierfabriken-Baubooms nicht länger zu blockieren. Campact verweist darin gemeinsam mit 150 Bürgerinitiativen des bundesweiten Netzwerks „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, mit 30 Organisationen der Kampagne „Meine Landwirtschaft“, mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und dem Tierschutzverband PROVIEH darauf, dass den Gemeinden geeignete Instrumente für eine Verhinderung von beantragten Agrarfabriken immer noch fehlen.

Der Referentenentwurf des Bundesbauministerium würde den Kommunen nun endlich die Möglichkeit geben, viele der Bauanträge auf Megaställe ohne ausreichende Futtergrundlage und mit mehr als 1500 Schweine-, 600 Rinder- oder 15.000 Geflügel-Plätzen abzulehnen. Laut Campact drängen Kommunen, Landräte und kommunale Spitzenverbände über alle Parteigrenzen hinweg gegenüber der Bundesregierung auf die Schaffung besserer Instrumente gegen die Flut agrarindustrieller Anlagen. Unter dem Einfluss der Agrarindustrielobby versuche Aigner dennoch, solche Rechte der Gemeinden zu verhindern.

Campact fordert zur Eindämmung der Agrarindustrie und der Qualhaltung in den Tierfabriken zudem eine striktere Bindung der Tierhaltung an den tatsächlichen Anbau des Futters, schärfere Vorgaben für Keimschutz- und Brandschutz-Gutachten, ein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen und die Minimimierung und Kontrolle des Antibiotika-Einsatzes. Eine artgerechte Tierhaltung mit mehr Platz, Stroh und Auslauf sei nur in mittelständisch-bäuerlichen Strukturen möglich. Die Kampagne „Frau Aigner, Baurecht ändern – Megaställe stoppen!“ laufe unvermindert weiter.

 

2.055 Zeichen                                                                                         07.02.2012  

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