Gestern (08.05.2012) hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) eine PRESSEMITTEILUNG herausgegeben unter der Überschrift
Stickstoffverluste in Landwirtschaft verringern: neue DBU-Förderinitiative
Düngung wirkungsvoller gestalten – Verluste bei Gülle und Stallmist verringern – Kalkulationshilfen per PC
Das folgende Zitat macht deutlich, worum es der DBU geht:
Mit einer neuen Förderinitiative will die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) jetzt einen innovativen Umgang mit Stickstoff in der Landwirtschaft vorantreiben. Ziel ist es, überflüssige Stickstoffverluste zu verringern und die – mineralische und organische – Stickstoffdüngung wirkungsvoller zu gestalten. DBU-Agrarexperte Prof. Dr. Werner Wahmhoff: „Allen voran muss die organische Düngung mit Gülle und Stallmist erheblich verlustärmer und damit nachhaltiger gestaltet werden.“
Meinen Widerspruchsgeist weckte zunächst dieser Satz:
Schließlich sollten für die Landwirte auch computergestütze Kalkulationshilfen zur optimalen Düngung weiterentwickelt und in die Praxis eingeführt werden.
Ich lebe halt in einer Region mit intensiver Tierhaltung. Da geht es oft nicht um sparsame und effiziente Düngung, sondern um die Beseitigung so großer Güllemengen, dass sie sinnvollerweise großteils gar nicht hier ausgebracht werden können.
In einem der Pressemitteilung angehängten ausführlichen Interview erklärt DBU-Agrarexperte Prof. Dr. Werner Wahmhoff allerdings, dass der gegenwärtige Umgang mit Gülle in den Zentren der Tierhaltung nicht zukunftsfähig sei und man dahin kommen müsse, die Gülle aufzubereiten, um sie in Ackerbauregionen zu verbringen.
Das ausführliche Interview ist wirklich lesenswert – eine auch für Laien verständliche Information rund um Stickstoff und die Problematik der Stickstoffverluste und der Überdüngung der Landschaft. Einige Aussagen über Mineraldüngung und die Möglichkeiten des Ökologischen Landbaues “schmecken” mir zwar nicht, aber das tut meiner Empfehlung keinen Abbruch.
Zum Artikel “Stickstoffverluste in Landwirtschaft verringern: neue DBU-Förderinitiative”
Zum Hintergrundinterview mit Prof. Dr. Wahmhoff