Unten eine Biene einer mir unbekannten Art, aufgenommen auf der Blüte einer Wegwarte am 10.07.2011 im Botanischen Garten in Oldenburg. Meines Wissens ist der Pollen der Wegwarte weiß. Das unbekannte Flugobjekt (UFO) ist aber beladen mit gelbem Pollen, hat also zuvor eine oder mehrere andere Pflanzenarten besucht. Da Männchen keinen Pollen sammeln ist das Tier ein Weibchen. Aus dem gleichen Grund scheiden alle Arten von Kuckucksbienen aus. Mehr kann ich derzeit zu diesem Bild nicht sagen.

Ich strebe gar nicht an, alle in Deutschland lebenden Bienen bis hin zur Art bestimmen zu können. Auch so gibt es für mich noch unendlich viel über diese Tierfamilie zu lernen.
In der BRD leben mehr als 550 verschiedene Bienenarten. Sie alle sind „Pflanzenfresser“, indem sie sich und ihre Brut von Nektar, Pollen oder Pflanzenölen ernähren oder ernähren lassen. Manche dieser Bienen nutzen ein breites Pflanzenspektrum. Andere sind auf ganz wenige Pflanzen spezialisiert.
Daneben sind Bienen auf bestimmte Strukturen oder Bedingungen in der Landschaft angewiesen, um ihre Nester anlegen und sich fortpflanzen zu können.
Bei mehr als einem halben Tausend Bienenarten kommt damit eine riesige Fülle verschiedenster Lebensansprüche zusammen.
Da in unserer intensiv genutzten Landschaft die einstige Vielfalt der Pflanzenwelt wie auch der Boden- und Lebensraumstrukturen dramatisch verarmt ist kann es kaum verwundern, dass auch die Wildbienen insgesamt viel seltener werden und etliche Arten in ihrem Fortbestand bereits sehr stark gefährdet sind.
Schaue ich die Fotos von Blütenpflanzen an, die ich letztes Jahr an Weg- und Feldrändern in Wardenburg aufgenommen habe, so sind auf den Bildern sehr oft Insekten zu sehen. Fast immer handelt es sich dabei um Fliegen. Bienen dagegen kaum – wenn, dann sind es vor allem Hummeln.
2012 soll mein „Jahr der Wildbiene“ werden mit der Option, daran ein „Jahrzehnt der Bienen“ anzuschließen. Ich möchte so viel wie eben möglich draußen sein. Dabei will ich auch gezielt nach Wildbienen Ausschau halten. Ich fürchte, auf Wardenburgs Rainen und Wiesen wird das ein recht frustrierendes Unterfangen. Da ich hier aber ohnehin weiter nach den Pflanzen unserer Wegränder gucken will ist der Mehraufwand nicht allzu hoch.
Um mir Gutes zu tun, Erkenntnisse zu sammeln und Vergleiche zu bekommen will ich deshalb auch günstige Bienen-Biotope in der Umgebung aufsuchen: im Botanischen Garten in Oldenburg, auf dem Truppenübungsplatz, auf Brachflächen …
Bis zum Frühjahr bereite ich mich auf das Thema schon einmal inhaltlich vor. Wie oben gesehen fange ich fast bei Null an. Was die Artenkenntnis anbelangt muss ich das „fast“ sogar streichen. Neu erworbenes Wissen trage ich hier im Blog zusammen. Wenn Sie mögen verfolgen Sie meine Notizen. Wie immer freue ich mich über Kritik, Anregungen und Gedankenaustausch – hier auf der Site oder auf anderen Schienen.
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