Extensive Beweidung gehört in den „Werkzeugkasten der Agrarpolitik“

Gestern entdeckte ich die PDF eines Vortrages von Prof. Dr. Eckhard Jedicke vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL). Ziemlich sperrig lautet der Titel: „Extensive Beweidung im Werkzeugkasten der Agrarpolitik – Lösung der Herausforderungen mit Hindernissen.“

Unter „Herausforderungen“ sind dabei gemeint der Niedergang der Natur durch Verlust der Artenvielfalt, die Belastung von Wasser und Boden durch intensive Landwirtschaft und die Klimaänderungen.

Als Hindernisse werden genannt ökonomische Zwänge der Landwirtschaftsbetriebe sowie bürokratische Hemmnisse etwa in der Tierhaltung.

Laut Jedicke stellt Grünland eine enorme Kohlenstoff-Senke dar: In der EU werden hier pro Jahr 85 Mio. t Kohlenstoff gebunden, während intensiver Ackerbau und Moor-Entwässerung 57 Mio. t freisetzen.

Skizziert werden Ansatzpunkte, wie das Instrument der Extensiven Beweidung durch Änderungen im Rahmen der laufenden EU-Agrarreform gefördert werden kann. Jedicke nennt dabei sowohl Ansatzpunkte in der 1. wie in der 2. Säule.

Der Vortrag endet mit der Aufforderung, die Politik müsse entscheiden, die Praxis müsse sich artikulieren.

Wer sich bislang wenig mit der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) und mit Naturschutz / Halboffenen Weidenlandschaften befasst hat, wird Schwierigkeiten haben, aus den Stichwörtern und abgekürzten Begriffen auf den Folien den Inhalt des Vortrages nachzuvollziehen.

Dann bleiben immer noch die Fotos, um wenigstens einen Eindruck vom ästhetischen Reiz extensiver Weidelandschaften zu bekommen.

Die 16 Folien des Vortrages finden Sie hier als PDF: Referat_Jedicke_Extensive_Beweidung

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>