Vorfrühling: Die Frühjahrsarten unter den Wildbienen stehen in den Startlöchern

Die Schneeglöckchen blühen, die Krokusse, die …

Wenn demnächst ein paar sonnig-warme Tage kommen sind sie da, die ersten Honig- und Wildbienen. Es ist Zeit, mich darauf vorzubereiten, damit ich den Start meines „Jahr der Wildbienen“ nicht verpasse. Was tun, wenn plötzlich die Sonne lacht? Ich greife also wieder einmal zum Buch von Paul Westrich.

Im Kapitel „Wann und wo findet man Wildbienen?“ erfahre ich, dass man Exemplare der Honigbienen vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst draußen antreffen kann, dass dies jedoch nicht auf die solitären und kommunalen Wildbienenarten zutrifft. Die große Masse der Wildbienenarten erscheint zu einer bestimmten Jahreszeit und kommt uns höchstens ein paar Wochen lang zu Gesicht. Dr. Westrich schreibt, man könne die zu den solitären und kommunalen Arten zählenden Wildbienen grob nach Frühjahrsarten, Frühsommer-, Hochsommer- und Herbstarten unterscheiden.

Als typische Solitärbiene stellt Westrich die Gehörnte Mauerbiene vor. Sie ist nach seinen Worten eine der auffälligsten Wildbienen, die man im Frühling beobachten kann und wird öfter mit einer kleinen Hummel verwechselt. In Deutschland weit verbreitet, in vielen Dörfern und Städten häufig, überschreitet sie aber selten eine Höhenstufe von 500 m.

Der Autor hat dieser Biene mehrere Seiten und sehr informative Fotos gewidmet und ich wäre geneigt, alles abzuschreiben, was dort an Informationen steht  ;-)

An dieser Stelle wichtig: Die Gehörnte Mauerbiene schlüpft manchmal schon Ende Februar, auf jeden Fall im März aus ihrem Nest – das übrigens oft in einer „Stechimmenwand“, also einer Nisthilfe für Insekten zu finden ist. Die ersten Männchen erscheinen einige Tage vor den ersten Weibchen und halten sich – in deren Erwartung – dann viel am Nistplatz auf. Die Weibchen werden kurz nach ihrer Schlupf begattet und sehen sich umgehend mit ihrem „Arbeitsleben“ konfrontiert: Nestplatzsuche in der näheren Umgebung ihres Geburtsortes, Nestbau, Verproviantierung der Nistkammern, Eiablage, Brutzelle verschließen. Innerhalb von vier bis sechs Wochen legt das Weibchen bis zu 30 Brutzellen an. Immer wird erst eine Brutzelle fertiggestellt, versorgt und verschlossen, bevor die nächste begonnen wird. Nach Fertigstellung der letzten Brutzelle ist der Lebenszweck des Bienenweibchens erfüllt. Etwa Mitte April sehen wir draußen die letzten Männchen der Gehörnten Mauerbiene, die letzten Weibchen etwa Mitte Mai. (Aus den Eiern entwickeln sich in den Nestern die Larven, danach die Puppen. Etwa ab Mitte Juli findet man in geöffneten Nestern die ersten vollentwickelten Bienen im Kokon, die dort über Winter ausharren bis zum nächsten Frühling. Alles im Buch abgebildet!)

Fotos zeigen Gehörnte Mauerbienen an Blüten des Festen Lerchensporn und an einem Krokus. Im Text erfahren wir zudem, die vielen frühblühenden Bäume in den Ortschaften seien sehr förderlich.

Ich weiß nun also, dass ich an sonnigen Frühlingstagen unbedingt die Stechimmenwand im Botanischen Garten in Oldenburg aufsuchen werde in der Hoffnung, Gehörnte Mauerbienen zu sehen.

Die Frühblüher dort werden auch zahlreiche andere Arten anlocken. So las ich, etliche Arten der großen Gattung der Sandbienen seien ebenfalls im zeitigen Frühjahr zu sehen. Nach denen werde ich auch am nahe bei meiner Wohnung gelegenen Tillysee schauen. An diesem im Zuge des Autobahnbaues entstandenen Baggersee finden sich zahlreiche Salweiden. Weidenkätzchen sind die wichtigsten frühen Nahrungsquellen in Wardenburgs Feldflur. Offene Bodenflächen als Nistplätze sind auch vorhanden.

Schau´n wir mal wie das Frühjahr wird und wie es mit den zeitlichen Freiräumen aussieht – bei weiterem Nachdenken fallen mir noch verschiedene Flächen ein, die ich gerne aufsuchen möchte: ein üppiger Scilla-Bestand unter der Eiche beim Bioladen in Wardenburg, der Schlossgarten in Oldenburg, das alte Rangierbahnhofsgelände am Krusenbusch, das auch wegen seiner reichen Bestände an Wildbienen unter Naturschutz gestellt wurde. Und dann wollte ich zum Vergleich ja auch an den Wegrändern in der „freien Natur“ der Feldflur schauen.

 

Privatinitiative: Wilhelm Koop aus Hundsmühlen “investiert” in Natur

Das Foto unten entstand am 10. Februar 2012. Der Aufnahmeort liegt nahe beim Ortsausgangsschild von Tungeln an der Straße nach Hundsmühlen. Wo gerade der Erdwall hergerichtet wird säumte bis vor Kurzem eine dichte hohe Fichtenreihe den Gehweg. Sie war wie eine tote Wand. Wie oft bin ich hier vorbeigekommen? Tausend Mal? Ich habe nicht einen Blick an die grüne Mauer verschwendet. Es gab nichts zu sehen.

Dann waren die Nadelgehölze plötzlich weg und gaben den Blick frei auf eine andere Art von Wand: ein Dickicht aus verschiedensten Sträuchern und Bäumen.

Erde wurde angefahren, der Wall modelliert. Und nun rückten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ausführenden GaLaBau-Unternehmens mit Motorsägen in das Unterholz vor und begannen, es systematisch auszulichten.

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„Bienen brauchen Blütenvielfalt – mach mit!“ Leitfaden Kompensations- & Grünflächen zum Wohle der Honig- & Wildbienen

Im Februar 2011 hat der Niedersächsische Landtag mit Drucksache 16/3217 ein Projekt „Kompensations- und Grünflächen zum Wohle der Bienen“ beschlossen. Unter gleichem Titel wurde dann ein Arbeitskreis gegründet, um die Umsetzungsmöglichkeiten und -potenziale dieses Beschlusses zu ermitteln.

In dem Arbeitskreis waren vertreten:

  • Esteburg Obstbauzentrum Jork www.esteburg.de 
  • Landvolk Niedersachsen – Landesbauernverband e.V. www.landvolk.net 
  • LAVES Institut für Bienenkunde Celle www.laves.niedersachsen.de 
  • LV Hannoverscher Imker e.V. www.imkerlvhannover.de 
  • LV der Imker Weser-Ems e.V. www.imker-weser-ems.de 
  • LV Niedersächsischer Gartenfreunde e.V. www.gartenfreunde-niedersachsen.de
  • LWK-Niedersachsen www.lwk-niedersachsen.de 
  • ML Niedersachsen www.ml.niedersachsen.de 
  • Niedersächsische Landkreistag www.nlt.de 
  • Niedersächsische Städtetag www.nst.de 
  • NLStBV Hannover www.strassenbau.niedersachsen.de 
  • NLWKN www.nlwkn.niedersachsen.de 
  • Stadt Celle www.celle.de
  • Wasserverbandstag e.V. Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt www.wasserverbandstag.de 

Am 15. Februar 2012 hat das LAVES Institut für Bienenkunde Celle per Pressemitteilung einen vom Arbeitskreis getragenenen Praxis-Leitfaden vorgestellt. Herausgeber der Online-Broschüre ist das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung.

In der Pressemitteilung wird Landwirtschaftsminister Gert Lindemann folgendermaßen zitiert:

„Blühangebote für die Bienen zu erhalten, zu pflegen und zu schaffen sollte für jeden Niedersachsen selbstverständlich sein, denn davon profitiert die Natur und der Mensch vielfältig.”

Ich halte die Broschüre für sehr gut gelungen. Die Aussagen sind klar, die Zielsetzungen begrüßenswert. Durch tolle Aufmachung, Bebilderung, Sprache wirbt die Broschüre für den Schutz der Bienen und zeigt zugleich Ansatzpunkte und Finanzierungsmöglichkeiten für Maßnahmen auf.

Angesichts der „illustren“ Schar aus Politik, Institutionen und Verbänden, die diesen Leitfaden trägt hoffe ich nun, dass allüberall in den Kommunen, Kreisen, in der Landwirtschaft und den Forsten, in den Straßenbauverwaltungen etc. eine Aufbruchstimmung um sich greift, um Wildpflanzen und Bienen zu fördern und damit insgesamt Natur und Farbe in unser Land zurück zu holen.

Interessierte Mitbürger rege ich an, ihren Gemeinderat und ihre Gemeindeverwaltung auf den Leitfaden aufmerksam zu machen und um engagierte Umsetzung zu bitten.

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Zunächst war ich von der Broschüre übrigens ein wenig enttäuscht. Ich war nämlich immer nur links durch das Hauptmenue gesurft. Erst nach längerer Zeit entdeckte ich den Cursor am rechten Rand und damit noch wesentliche Inhalte.

Hier der Leitfaden als PDF – viel Freude!

Die Pressemitteilung des LAVES zur Vorstellung des Leitfadens finden Sie HIER

 

Eine Dose Ravioli zu 99 Cent. Das bedeutet …

In ihrer Dokumentation “Canned-Dreams” ( „Träume in Dosen“) zeigt eine finnische Filmerin den Herstellungsprozess einer Dose Ravioli.

Um diese Dose letztlich für 99 Eurocent in einem Supermarkt anbieten zu können minimiert der Hersteller / Vermarkter die Produktionskosten.

Hier einige Stationen

  1. Brasilien: überwiegend Kinder fördern die Rohstoffe der Dose unter erbärmlichen und gefährlichen Bedingungen
  2. Südamerika: Sojaanbau für Schweinefutter
  3. Dänemark: Schweine-Massentierhaltung
  4. Polen: Schlachthof der aus Dänemark herantransportierten Schweine
  5. Portugal: Hier werden die Tomaten im Akkord geerntet
  6. Frankreich: Hühner-Massentierhaltungen für die benötigten Eier
  7. Italien: Hier sitzt der Hersteller des Olivenöles

Quelle: only-one-world.de. Artikel „Der Wahnsinn der Agrarpolitik“ von Alesandra. MEHR

 

 

AG für artgerechte Nutztierhaltung: Wulffs Amtszeit war vermeidbar wie ein Kropf! Merkel schon vor Wulffs Kandidatenkür auf dessen Verfilzungen hingewiesen

In einer soeben erschienenen Pressemitteilung weist die Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. (AGfaN) darauf hin, sie habe Bundeskanzlerin Angela Merkel schon vor der Kür von Christian Wulff zum Bundespräsidenten auf dessen „Verfilzung mit zum Teil äußerst fragwürdigen Akteuren der Wirtschafts- und Finanzwelt“ hingewiesen.

Worauf genau die AGfaN Angela Merkel hingewiesen hatte entnehmen Sie bei Interesse der Pressemitteilung ( WULFF – Rücktritt )

Ein gutes Leben führen: Von Achtsamkeit, Natur erleben und Wildbienen

Haben Sie einmal versucht, einen Augenblick lang nicht zu denken? Ich hatte einen „Lehrer“, der mich bat, ich solle in der kommenden halben Stunde einfach nur im Stillen zählen. Wann immer mir dabei ein Gedanke durch den Kopf ginge, sollte ich neu bei Eins anfangen.

Ich hielt viel von den spirituellen Fähigkeiten dieses Mannes und fragte ihn, wie weit er maximal gekommen sei. Er lachte, weil ich wie stets sofort eine nach Wettbewerb und Leistung riechende Frage stellte. Gekommen war er bis 1. Er war aber wohl auch ein sehr achtsamer Mann und merkte es sofort, wenn ihm eine Gedanke durch den Kopf schoss. Das ist eine seltene Fähigkeit, die geübt sein will.

Ein gutes Leben führen – das setzt Einiges voraus. Vor allem könnten wir versuchen, „voll da“ zu sein in unserem Dasein.

Schlüsselwörter für Voll-da-sein sind „Achtsamkeit“ und „Annehmen“. Achtsam sein heißt schlichtweg: Offen und wach sein für etwas oder alles, das genau in diesem Moment um mich herum geschieht. Und das, was momentan ist, nehmen wir zunächst einmal bedingungslos an als das, was ist. Nicht darüber nachdenken – nur beobachten.

Es gibt wahrscheinlich recht wenige Menschen, die es schaffen, oft achtsam im Hier und Jetzt präsent zu sein. Die meisten von uns sind selten hellwach, weil sich unser Gehirn ständig mit unvollendeten Gedanken und unverarbeiteten Gefühlen beschäftigt, mit Erwartungen, Bewertungen, Ängsten, Widerstand.

Viele Leute kriegen nicht einmal mit, was gerade mit ihnen los ist. Andere fühlen nur: Da ist „Watte“ im Kopf, eine irgendwie geartete Abwesenheit.

Ich bedaure es, aber bei Gesprächen bin ich manchmal nicht voll auf mein Gegenüber konzentriert. Und genauso esse und trinke ich oft, schmecke es jedoch kaum. Oder ich lese und merke plötzlich: Du warst woanders! Beim Korrekturlesen übersehe ich offensichtliche Mängel. Alles Zeichen, dass Hintergrundprozesse ablaufen, die Aufmerksamkeit abziehen.

Wissen Sie, wann ich wirklich oft voll bei der Sache bin? Wenn ich beispielsweise aus dem Fenster schaue und da putzt sich gut sichtbar eine Blaumeise. Oder sie erkundet den Nistkasten oder jagt sich mit einer Artgenossin. Oder sie guckt nur herum. Solche Momente können mich in den Bann ziehen. Ich schaue, bin fasziniert und voll da. Wenn mir dabei ein Gedanke durch den Kopf schießt, dann dreht er sich um die Meise. Ich formuliere im Kopf eine Beobachtung, setze vielleicht auch ein Fragezeichen. Aber ich bin 100 % bei einer Sache.

In den nächsten Monaten will ich mich intensiver mit Wildbienen befassen. Ich will durch Bücher und im Internet und in Gesprächen mehr über sie erfahren, ich will mich draußen nach ihnen umschauen, sie beobachten, fotografieren – und all das wieder in meinem Blog verarbeiten.

Mein persönliches Ziel bei meiner Beschäftigung mit Wildpflanzen und Wegrainen, mit Gärten und Insekten ist, öfter ganz im Naturerleben aufzugehen und damit intensive Momente der Achtsamkeit zu erleben und zu üben. Es ist dem in mir tief verwurzelten Leistungs- und Zweckgedanken und meinem Geltungsdrang geschuldet, dass ich dabei auch fotografieren und darüber bloggen will. Sicher wäre es besser, nur allein für mich – an sich, für sich – zu studieren und zu betrachten und anwesend zu sein. Aber das ist schwer. Aus irgendeiner sichtbaren und letztlich verkaufbaren Leistung muss man schließlich seine Daseinsberechtigung beziehen. Oder? Mein eingangs erwähnter “Lehrer” würde wieder grinsen.

Durchschnittliche Milchleistung niedersächsischer Kühe auf Rekordniveau. Eine gute Nachricht?

Der Radiosender NDR 2 hat eine Rubrik namens “Die gute Nachricht“. Heute erfuhren die Hörerinnen und Hörer beispielsweise, in Niedersachsen hätten die Milchkühe im letzten Jahr wiederum mehr Milch gegeben. Hier die Meldung:

Die Kühe in Niedersachsen haben vergangenes Jahr soviel Milch gegeben wie noch nie. Der Durchschnitt pro Kuh lag bei 8.800 Litern. Unangefochten an der Spitze im bundesweiten Vergleich liegen die Kühe in der Region Osnabrück mit mehr als 9.700 Litern.

Denke ich an die Lebensbedingungen der Kühe, die zugrundeliegenden Veränderungen ihrer überzüchteten Körper und Organe, die Erzeugung und Herkunft der Futtermittel, die Auswirkungen dieser Haltungsbedingungen auf das Klima – dann ist das für mich eine traurige Meldung. Wie kann man es als gut empfinden, wenn ein Grasfresser  von Gras nicht mehr satt wird? Wenn er zum Sattwerden Futter benötigt, für das sein Verdauungstrakt gar nicht ausgelegt ist?

 

Ist die Honigbiene ein bei uns heimisches Wildtier? Im Prinzip ja

Irgendwie hat die Honigbiene etwas Zwingendes, in unser Bewusstsein Drängendes. Für viele Menschen ist sie „die Biene“ schlechthin. „Die Biene“ soll das drittwichtigste Nutztier des Menschen sein. Damit ist auf jeden Fall die Honigbiene gemeint. Aber: Albert Einstein soll gesagt haben: „Stirbt die Biene, stirbt der Mensch“. Sollte er dabei allein an die Honigbiene gedacht haben, so hätte er eindeutig falsch gelegen. Mit Amerika ist ein ganzer Kontinent bis vor wenigen hundert Jahren glänzend ohne Honigbienen ausgekommen.

In Deutschland leben gut 550 Bienenarten. Eine davon ist die Honigbiene Apis mellifera. In ihrer Unterart Apis mellifera mellifera ist sie bei uns seit ca 10.000 Jahren heimisch.

Vor einigen Jahrtausenden hat der Mensch gelernt, die Honigbiene Apis mellifera als Nutztier zu halten und ihre speziellen Eigenschaften – nämlich die Bildung großer Staaten und die Produktion von Honig – für sich zu verwerten. Im Zuge der Haltung wurde das einstige Wildtier teils zwangsläufig, teils gezielt genetisch verändert. Apis mellifera mellifera wurde beispielsweise in weiten Teilen des Landes durch andere Rassen wie die in Südosteuropa heimische Apis mellifera carnica ersetzt oder verdrängt.

Irgendwo habe ich die Einschätzung gelesen, in Deutschland könne heute kein einziges Volk der Honigbiene ohne Zutun eines Imkers überleben. Dies liege jedoch nicht daran, dass Apis mellifera im Laufe der langen Haltung durch den Menschen die Fähigkeit verloren gegangen sei, sich selbst in Freiheit „durchzuschlagen“. Vielmehr gebe es in Deutschland wohl – bezogen auf die gesamte Vegetationsperiode – nicht mehr genügend große Blütenpflanzenbestände, um ein ganzes Bienenvolk ernähren zu können.

Wenn das stimmt, wäre die Honigbienen-Unterart Apis mellifera mellifera eine bei uns heimische, aber als Wildtier ausgestorbene Art, die in menschlicher Obhut in genetisch mehr oder weniger veränderter Form überlebt hat und nur dank Zufütterung noch in der Landschaft anzutreffen ist.

Ein spannender Artikel zum Umgang der Imkerschaft mit den Unterarten der Honigbiene findet sich unter der Überschrift „Zurück zum Ursprung – ist die dunkle Biene eine Alternative?“ auf Stadtimker.de

 

 

FiBL: Umstellung auf Biolandbau auf extensiven Standorten besonders leicht

Auf der Homepage des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) findet sich ein Artikel über eine aktuelle Statistik zum Biolandbau in Europa. Titel:

10 Millionen Hektar Biofläche und fast 20 Milliarden Euro Bioumsatz in Europa 2010

Grafik Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Europa, Quelle: AMI, FiBL, ORC

(16.02.2012)

Ich fand darin folgende Aussage besonders interessant:

Der Anteil der Grünlandfläche ist schon seit Jahren im Biolandbau deutlich höher als im konventionellen Landbau, da es auf extensiven Standorten besonders leicht ist, die Bewirtschaftungsform zu ändern.

Zum Artikel

 

Ökobarometer 2012: Verbraucher unter 30 Jahren greifen deutlich öfter zu “Bio”

Gefunden auf Ökolandbau.de:

Das Ökobarometer ist eine in regelmäßigen Abständen vom Bundeslandwirtschaftsministerium in Auftrag gegebene repräsentativen Umfrage unter Verbrauchern zu ihrem Konsum von Biolebensmitteln. …

Ökobarometer 2012

Infografik Ökobarometer 2012
Ökobarometer 2012: Infografik

Bioprodukte immer beliebter – vor allem bei jüngeren Verbrauchern

Biolebensmittel finden besonders bei jüngeren Menschen immer größeren Zuspruch. So lautet eines der Ergebnisse der neuen “Ökobarometer”-Studie, die im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums durchgeführt wurde. 71 Prozent aller Befragten unter 30 Jahren gaben an, Bioprodukte zu kaufen. 16 Prozent von ihnen erwerben demnach ausschließlich oder häufig Ökowaren. 55 Prozent greifen gelegentlich zu Biolebensmitteln – eine Steigerung von 16 Prozent gegenüber der Umfrage 2010.

Ergebnisse des Ökobarometer 2012